Geisterplotbunny und weiter?

Um wieder ins Schreiben zu kommen, funktionieren kurze Sachen meist ganz gut. AS zu Sara (und im Moment vornehmlich der kleinen Trisha) und gern auch eigene Sachen. Wenn die denn die knackige Kürze behalten wollen.

Nichts, was aus meiner Feder fließt, steht ganz außerhalb der großen Zusammenhänge je nach Genre. Manchmal übernehme ich die Charaktere, manchmal wandle ich sie nur ab, ganz selten kommen auch ganz neue Charaktere dazu.

Nun habe ich also das Geisterplotbunny schon seit einer Weile im Kopf. Eine junge Frau arbeitet nach dem Studium für die Universität (Schottland Ende des 19. Jahrhunderts) und soll die Bibliothek ihres Großvaters erschließen und verzeichnen, damit sie den Nutzern der Universitätsbibliothek zugänglich gemacht werden können. Eines Nachts schläft sie über einem interessanten Werk ein. Als sie erwacht, schimmert etwas zwischen den Regalen, verschwindet aber, als sie nachsehen will. Erst, als die Erscheinung ein paar Tage später erneut auftritt, erkennt sie, dass es ein Geistermädchen ist, das vor einem Regal steht. Das Mädchen bemerkt die Protagonistin und bittet sie mit Gesten darum, ihr das Buch fertig vorzulesen, da es selbst nicht mehr dazu imstande ist.

Ich habe die Stimmung, die ich einfangen möchte und traue mir auch durchaus zu, dass ich sie treffen und dem Leser vermitteln kann. Das Setting lädt förmlich dazu ein, einmal mit bildhafterem Stil als gewöhnlich zu experimentieren. Warum ich dann noch lange nicht angefangen hab? Weil ich mir unsicher bin, wohin die Geschichte führen soll. Es braucht einen Knackpunkt, einen Höhepunkt.

Selbstverständlich brauche ich zuerst auch das Buch, das gelesen werden soll. Es soll kein real existierendes sein, lieber möchte ich selbst eines grob entwerfen, das zur Zeit und dem Alter des Mädchens passt (am liebsten etwa zwölf Jahre alt). Dadurch würde eine neue Ebene einfließen und für die tatsächliche Handlung ergeben sich zwei Möglichkeiten (die mir auf Anhieb einfallen) : Die Geschichte selbst berührt die Protagonistin in einer Weise und stellt Dinge mit ihrer Weltsicht an; Die Protagonistin findet etwas im Buch, das darauf hinweist, was mit dem Mädchen geschehen sein könnte und geht dieser Sache auf den Grund (ansonsten hatte ich an Tod durch beliebige Krankheit gedacht, was zu der Zeit ja nicht wenig plausibel ist).

Beides erfordert vorherigen Gedankenaufwand, was ja ganz selbstverständlich ist, aber mein Kopf fühlt sich gerade so träge an, dass ich mir nicht vorstellen kann, mir etwas vorstellen zu können (aber für so etwas scheint es zu reichen :D).

Und das soll der Schluss sein, nun will ich meine Denkerpose einnehmen und sehen, was sich ergibt.

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