Schneeengel

Zum NaNo 2013 hab ich Sommertage geschrieben, zumindest den größten Teil davon. Es geht um Leon, der sich in Anna (unten Bel genannt) verliebt. Sie ist ein Engel, der zur Strafe zum Mensch gemacht wurde und erst wieder ins Himmelreich zurückkehren kann, wenn sie die Menschen nicht mehr verachtet. Leon zeigt ihr, wie schön die Welt sein kann und sie sieht es ein. Es sollte zarte Romantik werden, junge Liebe, die schön ist, so lang sie dauert, aber nicht ewig währt.

Damit ergaben sich im Laufe des Monats gehörige Probleme, was auf das Wesen des NaNo zurückzuführen ist. Bels Charakter ging zu weit weg von dem, was ich für sie geplant hatte. Es wurde nicht, was ich wollte. Darum steckte ich fest und bis ich daran weitermachen kann, wird wohl noch eine Weile vergehen.

Zeitnah dazu überlegte ich mir aber einen anderen Ansatz für dieselbe Geschichte. Das Setting wurde vom Sommer in den Winter verlegt und wir haben als zusätzlichen Perspektivcharakter Bekka, bei der Bel unterkommt und die schon Erfahrung mit Engeln hat. Dadurch wird sich auch die Grundstimmung der Geschichte ändern.

Bel ist genderless und asexuell. Sie muss sich erst an die physischen Vorgänge gewöhnen, die mit dem Menschsein einhergehen, ein Stück weit auch an die innerköpfischen. Bewegung ganz ohne Flügel, essen, Kälte und Wärme, das alles kommt nach und nach und bereitet größere oder kleinere Probleme. Sie mag Vögel sehr gern und verbringt ganze Nachmittage damit, das Vogelhäuschen auf dem Balkon zu beobachten. Am liebsten hört sie Blues und Jazz.

Weil sie nicht allein im Haus bleiben soll und möchte, begleitet sie Anders in die Schule und hockt da mit in seinem Unterricht, als längerer Besuch. Dabei erregt sie natürlich das Interesse der Schülerschaft. Mit den meisten möchte sie nichts zu tun haben. Schließlich endet sie bei Leon, Caro und den anderen, weil sie da weitgehend unkommentiert sitzen kann. Leon trifft sie auch bei einem ihrer Waldspaziergänge. Es scheint ihr eine gute Idee, sich mit der Clique anzufreunden, irgendwann will sie ja auch weg.

Leon verknallt sich in sie, weil sie gelassen und reif wirkt. Er unternimmt Zeugs mit ihr, sie gehen zum Beispiel rodeln und Skifahren, und sie merkt, dass das alles gar nicht so übel ist. Er respektiert, als sie ihm nach einem Kuss sagt, dass das aus zehntausend Gründen nicht so knorke ist.

Über die üblichen Punkte, ob und wie er es herausfindet und wie er dann damit umgeht, muss ich mir noch Gedanken machen.

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