Hier oft gebrauchte Phrase über Bücher und ihre Einbandgestaltung einfügen

Oh, wow, der Titel ist ein Spoiler auf einen anderen geplanten Beitrag.

Passiert es nur mir, dass ich immer wieder plötzlich in einem Buchladen vor dem Regal stehe? Abseits der Reihen, die ich sammle, kommt es nur selten vor, dass ich mit einem bestimmten Buch im Kopf losgehe. Selbst wenn, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ich es dann nicht finde und doch wieder dastehe. Je nachdem, auf welches Genre ich dann gerade Lust habe, halte ich Ausschau nach entsprechenden ansprechenden Titeln und Covern.

Hm.

Damals™ wurden für wichtige Bücher häufig aufwändige Einbände aus Leder gestaltet, auf denen sich der Gestalter auch gern verewigte. Auf der anderen Seite wurden Leichenpredigten und so gern in bereits benutztes Pergament gebunden.

Wie viel Einfluss hat der Autor heutzutage auf die Covergestaltung? Bücher sind Massenware und bei den großen Verlagen geht es (wie überall üblich) anscheinend mehr um den Profit als um die Qualität des Buchs. Wie erklären wir uns sonst, was die Bis(s)-Reihe losgetreten hat? Nicht nur, dass der Inhalt dieses „Romantasy“ [würgende Geräusche aus der Ferne]-Regals nach einem Baukasten entstanden sein könnte, auch die Cover folgen einem gewissen Schema.

Nicht nur da. Vor einem guten Jahr kam Gone Girl auf den Markt. Ich hab das nicht gelesen, aber es soll wohl einen kleinen Hype gegeben haben? Auf jeden Fall sollte es bekannt sein. Als ich letztens im Buchladen stand, verwechselte ich beinahe dieses Buch namens The girl on the train damit. Da war auch noch eins mit einem ähnlichen Cover, aber ich komm nicht mehr auf den Namen. Von all den „Erotikromanen“, die auf 50 Schäden im Geist folgten, möchte ich gar nicht anfangen.

Dass Reihen oder Einzelbände desselben Schreiberlings oft ähnlich gestaltete Cover haben, find ich super, dagegen spricht ja gar nichts. Aber in diesen Fällen wirkt es auf mich, als wollte man provozieren, dass der potentielle Leser das zuerst verwechselt und dann beim zweiten Blick denkt, er könne es ja kaufen, nachdem ihm das Bekannte schon gefallen hat? Ja, ja, ja, Marketing, aber genau das ist ja mein Problem.

Will man um diesen Preis in der Masse der generischen Fantasycover, SciFi-Cover, Thriller-Cover und so weiter untergehen? Wie viel Bezug zum Inhalt sollte das Cover haben? Manche sind einfach gemustert und das find ich irgendwie nichtssagend, vielleicht ist das aber auch so deep, dass ich die Luft nicht lang genug anhalten kann?

Ein Buch, das ich sehr gern mag, ist Der Hals der Giraffe. Die Umschlaggestaltung, an gute alte Lehrbücher mit Stoffeinband angelehnt, veranlasste mich dazu, mich zu informieren und es dann zu kaufen. Von Klassikern kommen immer mal wieder ähnliche Editionen auf den Markt, aber für jedes Taschenbuch lohnt sich das natürlich nicht.

Perfekt ist, wenn die Covergestaltung schon einen Hauch des Gefühls hervorrufen kann, das später im Buch aufkommen soll. Herz aus Jazz hat das bei mir geschafft, das Cover machte mich neugierig, der Rückentext interessiert und der erste Satz fing mich ein. All die weltweiten Cover für Harry Potter find ich auch ein gutes Beispiel, unterschiedlich, aber the feel.

Für ein paar meiner liebsten Projekte hab ich mir Coverbilder überlegt. Mit dem Gedanken an Veröffentlichung hat das allerdings nichts zu tun, es sollen nur welche sein, die ich selbst für meine poplig ausgedruckten Versionen (und hier) verwenden kann.

  • Unsere Ewigkeit I – Ein leeres Haus soll das Bildnis der jungen Ingrid für die Galerie der Familienoberhäupter zeigen. Mit Hunter. Man sieht das Mädel angestrengt würdevoll und davor im Gang Katherine mit ihrem Stoffbären.
    Für Teil II – Ein Thron für zwei hätte ich gern Lindsay auf dem Schreibtischstuhl, auf dem Rachel mit ihr sitzen sollte.
    Auf dem Cover von Teil III – Kinder ihrer Eltern wäre Lindsay auf diesem Platz gesettlet und um sie herum alle.
  • Für Eva sollte am liebsten ein durchsichtiges Deckblatt haben, damit man das Für Eva. auf der Widmungsseite sieht.

Ein gutes Cover ist bereits ein erster Blick ins Buch. Darum sind die Cover hier in der Behördenbibliothek auch (fast) alle so trist, weil das nur trockener Stoff ist.

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