Vater-Tochter-Kram

Ich steh voll auf Geschichten, die Vater-Tochter-Kram mindestens zum Thema haben. In der Schule hat Homo faber mich angekotzt, mittlerweile feiere ich es. Das findet sich auch gern in meinen Geschichten wieder, in Niemandes Tochter, in der Geschichte um Sara und sogar angerissen in der alten Version von Bestiae. Delilah und Mike, Selen und Gabriel, Arno und Mariam … Ingrid und Katherine und Arthur, selbstverständlich. Dabei muss es nicht immer eine schwierige Beziehung sein, gern auch ganz harmonisch. Über alles geht natürlich Trins Bastard. ♥
Darum hab ich ein wenig Angst, dass diese Idee, die mir vorgestern in den Kopf schoss, ihrer zu ähnlich ist. Bis gestern Nachmittag wollte ich sie eh wieder verwerfen.

Es geht um ein Mädel, das bei Onkel und Tante aufgewachsen ist, weil die Mutter bei der Geburt verstorben ist, und mit fünfzehn zum Vater ziehen soll, den sie bis dahin kein einziges Mal gesehen hat. Sein erster Satz, als er sie sieht?

Warum lebst du noch?

Er gibt ihr die Schuld am Tod ihrer Mutter, die er mehr als alles andere geliebt hat. Die Tochter sieht ihr jetzt unerträglich ähnlich. Doch es ist nichts zu machen, sie müssen sich engagieren. Und er sorgt für sie. Das heißt, sie hat alles, was sie braucht, aber auch nicht mehr. Kaum ein Gespräch. Er duldet sie im Haus wie einen stillen Gast. Ansehen kann er sie praktisch gar nicht. Das ist ein meilenweiter Unterschied zu ihrer Tante und dem Onkel, die immer sehr warmherzig und liebevoll waren. Und das gerade in der Pubertät.

Irgendwann ändert sie ihr Aussehen drastisch. Als würde das helfen. Doch ich bilde mir ein, dass sie sich mit der Zeit aneinander annähern, auch wenn sie nie wirklich zusammenwachsen. Ich klammere mich an meine Hoffnung, dass er sie irgendwo liebt. Als Einziges, was er von seiner großen Liebe übrig hat.

Ein bisschen Femslash kommt auch rein, aber darauf soll der Fokus nicht liegen. Aber gerade Leute, die man sich aussuchen kann, find ich, sind gut, um einen zu unterstützen, wo man sonst keinen Halt hat. Ihr Vater macht halt, was er muss. Aber ihre Freundin ist freiwillig da.

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Ein Gedanke zu “Vater-Tochter-Kram

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