Charlie

Wie schiebt man tatsächliche Schreibarbeit am besten hinaus? Mit Planungsarbeit. Besonders viel Spaß macht es mit Elementen, von denen man nicht einmal sicher ist, wie weit sie in den Text einfließen werden 😀

Wann immer ich irgendwelche Ausschnitte aus Jugendzeitschriften vor die Nase gesetzt bekomme, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Früher hab ich auch mal welche gelesen und es ging mir mächtig auf den Geist, dass alles auf Partnerschaften und wie man Jungs gefällt ausgerichtet ist.

Das gehört zu den Gründen, warum ich mir überlegt hab, für die Meute ein eigenes Heft zu entwerfen. Gestern fiel mir dann ein, dass sich das prima mit einer Schülerfirma vereinbaren ließe und somit direkt in die Handlung integriert werden könnte. Die Schüler starten das und Ariane und Eveline nehmen es später in ihren Verlag auf, bei dem auch die Zwischen den Zeilen erscheint.

Der Name lautet Charlie. Nicht nur ist das eine Anlehnung an die Bravo, sondern gleichzeitig geschlechtsneutral.

Inhaltlich ist alles noch sehr grob. Ich hab Punkte, die ich vermitteln möchte, die da wären:

  • Es ist okay, noch nicht zu wissen, was man mit seinem Leben anfangen möchte. Zum Ausprobieren bleibt genug Zeit.
  • Dein Körper ist okay, so lang du dich wohl fühlst. Du musst nicht darauf fixiert sein, einem vorgegebenen Ideal zu entsprechen.
  • Liebe ist Liebe. Aber du brauchst keine Beziehung, um ein vollerwertiger Mensch zu sein.
  • Sei kein Arsch.
  • Mit deinem Körper passieren Sachen, die beängstigend sein können, aber du bist damit nicht allein.
  • Erwachsene sind keine bescheuerten Langweiler. Zumindest nicht alle.

Konkrete Rubriken hab ich bisher wenige. Es wird auf jeden Fall Zusammenarbeit mit Indie-Comickünstlern geben, die statt platter Fotostories Platz für was Cooles bekommen. Dann hab ich überlegt, dass in jeder Ausgabe irgendwer sein Hobby vorstellen kann. Da bin ich bloß unsicher, ob es in der Altersgruppe noch Anklang findet. (Zielgruppe liegt so zwischen 12 und 19.) Ein für mich wichtiges Thema ist auch Medienkompetenz. Und Familienkram. Krach mit den Eltern passiert und ist kein Weltuntergang.

Wovon ich gern weg möchte, sind irgendwelche News über „Stars“, wenn es nicht unmittelbar damit zusammenhängt, warum die Leute berühmt sind. (Woraus zieht Musikspaten XY seine Inspiration fürs neue Album? Wie ist das so, sich auf eine Filmrolle vorzubereiten?)

Alles in Allem soll es eine Mischung aus ernsten Themen und Spaß werden, ohne das dauerhaft der moralische Zeigefinger geschwungen wird. Das Spektrum an Normalität soll erweitert werden.

Eine Alternative zu Portraits auf dem Cover wäre auch cool.

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